Mit Akzeptanz und Vielfalt gegen Diskriminierung

Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans– &
Asexuellenfeindlichkeit (IDAHOBITA*) am 17. Mai

„Wir alle verdienen in unserer Unterschiedlichkeit Respekt und Anerkennung. Auch wenn Lesben, Schwule, Bi-, Trans-, Intersexuelle und Queere Menschen (LSBTIQ) zunehmend offen leben können, bleibt Diskriminierung im Alltag ein großes Problem und der Weg zu einer gleichberechtigten Gesellschaft ist noch weit. Mit unserem Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt haben wir das gesellschaftliche Engagement für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt auf eine solide finanzielle Basis gestellt und die Grundlagen für eine hessenweite Vernetzung der queeren Vereine und Initiativen gelegt.“, betont Felix Martin, Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion für Queerpolitik.

Der hessischen Initiative zum Verbot der menschenfeindlichen sogenannten „Konversionstherapien“ haben im Bundesrat alle Landesregierungen zugestimmt. Der Beschluss fiel symbolischerweise genau vor einem Jahr, am Tag des IDAHOBITA 2019. „Leider folgte die Bundesregierung den Empfehlungen der Länder im weiteren Gesetzgebungsverfahren nicht. Mit dem Ergebnis können wir deshalb noch nicht zufrieden sein. Aber es ist ein wichtiger Zwischenschritt und ein be-deutendes Signal, dass diese schädlichen Pseudotherapien nun unter Strafe stehen.“


Martin erinnert daran, dass erst 1994 der unmenschliche ehemalige § 175 StGB, der einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen männlichen Personen unter Strafe stellte, abgeschafft wurde. „Für dieses Unrecht hat sich der Landtag bei den nach § 175 verurteilten Männern entschuldigt und hat sich für ihre Rehabilitierung eingesetzt.“


Um Akzeptanz zu schaffen und die jahrhundertealte Diskriminierung von LSBTIQ* zu beenden, sei wichtig, dass sexuelle und geschlechtliche Identitäten in ihrer Vielfalt sichtbar würden. „Deshalb ist es gerade in Zeiten, in denen die Paraden zum Christopher-Street-Day nicht stattfinden können, ein tolles Zeichen, dass die Community ihren Protest vielfältig ins Netz verlagert. In Hessen sind wir verliebt in Vielfalt.“


Hintergrund: Der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans– & Asexuellenfeindlichkeit wird seit 2005 jährlich am 17. Mai als Aktionstag begangen, um die mediale Aufmerksamkeit auf die Diskriminierung und Verfolgung von Menschen zu richten, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität nicht den überkommenen cis-heterosexuell geprägten Normvorstellungen entsprechen. Das Datum wurde in Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, an dem die Welt-gesundheitsorganisation beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Es dauerte noch bis 2018, bis Transsexualität schließlich ebenfalls aus diesem Schlüssel gestrichen wurde.

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