Grüne unterstützen Bürgerinitiative gegen Glyphosat

Nur noch bis zum 15. Juni besteht die konkrete Möglichkeit zu handeln – die Grünen Werra-Meißner sammeln gemeinsam mit verschiedenen Umweltorganisationen, wie BUND und Greenpeace, Unterschriften für die europäische Petition gegen eine erneute Zulassung des Pestizids Glyphosat. Das Ziel? Mithilfe von einer Millionen Unterstützerinnen und Unterstützern aus sieben europäischen Ländern soll ein deutliches Zeichen gegen die erneute Zulassung des Pestizids für die kommenden zehn Jahre gesetzt werden. Die Petition kann online unter www.stopglyphosate.org/de/ unterzeichnet werden.

„Die Lage ist ernst. Jedes Jahr verwenden deutsche Landwirte bundesweit insgesamt 5.000 bis 6.000 Tonnen Glyphosat, um ihre Äcker kostengünstig vor Unkraut zu schützen. Doch der Preis dafür ist hoch: Der Einsatz der Chemikalie sickert durch Böden und belastet das Grundwasser, damit auch die Artenvielfalt und die Gesundheit vieler Bürgerinnen und Bürger. Kürzlich stufte die Weltgesundheitsorganisation Glyphosat sogar als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Wir sehen den Gesetzgeber in der Pflicht endlich zu handeln und ein Verbot der Chemikalie durchzusetzen“, erklärt Felix Martin, Vorstandssprecher der Grünen im Werra-Meißner-Kreis.

Derzeit sprechen sich 70% aller Deutschen gegen den Einsatz von Glyphosat aus, doch stetig wird das Gift auf 40% aller hiesigen Ackerflächen eingesetzt. Dabei wirkt vor allem eine Studie aus dem Jahr 2013 alarmierend, denn Glyphosat konnte im Urin von 45% der Bevölkerung verschiedener europäischer Länder nachgewiesen werden. „Die deutsche Chemieindustrie fördert hingegen bewusst eine erneute Zulassung des Pflanzengiftes. Durch die Petition soll der Druck auf die EU-Politik erhöht werden.“, so Martin weiter.

Die Bestrebung, eine Millionen Unterstützerinnen und Unterstützer zu gewinnen, ist in greifbarer Nähe, doch bisher ist es noch nicht erreicht. „Jede Unterschrift der Petition bringt uns unserem Ziel näher. Dieses politische Zeichen kann von der Europäischen Kommission nicht unbeachtet bleiben. Wir hoffen auch dieses Mal auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger im Werra-Meißner-Kreis “, betont Felix Martin abschließend.

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