Grüne werfen AfD-Kandidat gefährlichen Rechtspopulismus vor

Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen wirft dem AfD-Direktkandidaten zur Bundestagswahl, Stefan Wild, gefährlichen Rechtspopulismus auf Kosten der Region vor. Anlass ist ein Flyer, in dem AfD-Bundestagskandidat, Stefan Wild, vorgestellt wird. Das Heft wurde vor Kurzem, begleitet von Protesten durch Grüne Jugend und Bunt statt Braun, in der Eschweger Innenstadt verteilt.

Dazu sagt Grünen-Vorstandssprecher Felix Martin: „Wild nutzt den Flyer zur Verbreitung falscher Informationen. In einem merkwürdigen Rechenbeispiel kommt er zu dem bizarren Schluss, dass auf ein deutsches Paar mit gleichbleibender Kinderzahl das Fünfzehnfache an Kindern von Migranten käme. Dabei bezieht er sich auf den Autor Thilo Sarrazin, der immer wieder durch rassistische und pseudowissenschaftliche Äußerungen auffällt. Das erzeugte Bild einer Bevölkerung fast ausschließlich afrikanischer Abstammung entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Es dient ausschließlich dazu, Existenzängste hervorzurufen, Menschen als minderwertig zu stigmatisieren und auf gefährliche Art und Weise gegeneinander aufzuhetzen.“

Dass Wild ausgerechnet das Thema Demographie als seinen Schwerpunkt anpreist, empfindet Martin mit Blick auf die Entwicklung im Kreis unangemessen. Gerade der Werra-Meißner-Kreis werde langfristig von den überwiegend jungen Zuwandernden profitieren. „Unser Kreis ist der mit dem im Schnitt höchsten Durchschnittsalter, da können wir junge Menschen, die hier zur Schule gehen, eine Ausbildung machen und eine Familie aufbauen wollen, nur als eine Bereicherung für die Region ansehen.“ Laut Martin missachte Wild das Grundrecht auf Asyl, sodass die Antwort der AfD auf den demographischen Wandel offenbar „Frauen zurück an den Herd“ und eine Pflicht zum Kinderkriegen sei.

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