Fridays for Future: Klima-Apelle junger Menschen ernst nehmen!

Die GRÜNEN im Werra-Meißner-Kreis unterstützen das Engagement vieler Schülerinnen und Schüler, freitags für den Klimaschutz zu demonstrieren.

Der Vorstandssprecher und Landtagsabgeordnete Felix Martin erklärt dazu: „Es macht Mut, wenn sich heute in Eschwege und Witzenhausen, Hessen, Deutschland und der ganzen Welt engagierte junge Menschen für den Klimaschutz einsetzen und ein deutliches öffentliches Zeichen setzen. Der Klimawandel ist die große Bedrohung unserer Zeit, trotzdem verschläft die Bundesregierung die Energiewende. Diejenigen, die sich mokieren, dass freitags „Zukunft“ auf dem Stundenplan steht, hätten besser mal ihre klimapolitischen Hausaufgaben machen sollen. Deshalb unterstützen wir die Schülerinnen und Schüler in ihren Zielen und gewählten Mitteln.“

Corinna Bartholomäus, Sprecherin des Kreisverbands erläutert weiter: „Die Schülerinnen und Schüler können sich nicht nur auf das Pariser Klimaschutzabkommen berufen, sondern auch auf die Verfassung des Landes Hessen. Neun von zehn Hessinnen und Hessen haben sich bei der Volksabstimmung am 28. Oktober 2018 für den Verfassungszusatz ausgesprochen, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit als Staatsziel beim Regierungshandeln berücksichtigt werden muss. Das politische Handeln der Schülerinnen und Schüler erfüllt auch Ziele, die wir für die Schulen und den Unterricht gesetzt haben. Die jungen Menschen zeigen mit ihrem Engagement, dass sie wichtige Kompetenzen aus dem Bereich der politischen Bildung erworben haben. Wir sind zuversichtlich, dass die Schulen heute bei der Teilnahme an einem weltweiten Aktionstag mit der Frage der Schulpflicht sehr verantwortlich umgehen.“

Gemeinsam führen Bartholomäus und Martin aus: „Wir nehmen die Bewegung ernst und sehen das Vorurteil der unpolitischen Jugend als endlich widerlegt an. Nachdem wir im Werra-Meißner-Kreis mit unserem ersten Kreisbeigeordneten ein Klimaschutzkonzept entworfen haben und im Land den öffentlichen Nahverkehr mit Schüler- und Seniorenticket stärken, muss sich nun endlich die Bundesregierung bewegen. Wir brauchen einen raschen Ausstieg aus der Kohle, eine Verlegung des Güterverkehrs auf die Schiene und eine nachhaltigere Agrarpolitik. Ohne eine drastische Reduzierung der Klimagase wird unsere natürliche Lebensgrundlage erheblich beschädigt. Die Heimat vieler Menschen wird – im Wortsinn – untergehen.“

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