#FragFelix No. 4: Logistikgebiet in Neu-Eichenberg

Ein riesiges Thema in unserer Region: Das geplante Logistikgebiet in Neu-Eichenberg. Unter anderem die Bürgerinitiative die sich gegen die Bebauung stark macht hat Felix dazu befragt:

Wie stehen Sie zum Logistikgebiet in NEB ? Welche Chancen und
Risiken sehen Sie darin für die Region?

Das hat Felix geantwortet. Die gesamten Fragen der Bürgerinitiative sowie Felix Antworten findet ihr hier.

Das in Neu-Eichenberg geplante Logistikgebiet ist ein Irrsinn in jeglicher Hinsicht.
Wir Grüne kämpfen seit den ersten Planungen im Jahr 2002 gegen diese Pläne und haben zum Beispiel auch einen Bürgerentscheid seinerzeit mit organisiert.

Die geplante Fläche ist im Moment hochwertiger Ackerboden mit 85 Bodenpunkten. Diese würde vollkommen versiegelt und wäre als landwirtschaftliche Fläche nie wieder zu gebrauchen sein. Die Auswirkungen auf Mensch und Natur wären enorm. Die Bürgerinnen und Bürger wären Lärm, Schmutz und rund um die Uhr Logistikbetrieb ausgesetzt. Es ist ein absolutes Verkehrs-Chaos zu befürchten, denn das Logistikgebiet war nicht nur schon immer eine schlechte Idee, es ist zudem auch noch schlecht geplant.

Im Gemeindeparlament versucht unsere Fraktion gerade, einerseits das Logistikgebiet zu verhindern, andererseits aber auch Verbesserungen für die Bevölkerung zu erreichen. Ganz anders SPD und CDU: Hier wiegen offenbar die Interessen der Bevölkerung geringer als die des Investors. Auf einmal darf fast die gesamte Fläche bebaut werden, einen Sicht- und Lärmschutzwall braucht es plötzlich nicht mehr, eine Umgehungsstraße wird es ebenso nicht mehr geben und auch der 24/7 Logistikbetrieb scheint kein Problem mehr zu sein.

Viele Bürgerinnen und Bürger aus Neu-Eichenberg haben Existenzängste. Sie wollen ihre Kinder nicht in einem Ort großziehen, der von einem riesigen Logistikgebiet dominiert wird. Gleichzeitig befürchten sie, dass ihre Immobilien deutlich an Wert verlieren. Auch für den beschriebenen Umwelt-Tourismus gleichen die Planungen einer Sabotage.

Auf der Pro-Seite stehen vorrangig die Arbeitsplätze. Aber auch hier ist unklar, wie viele und welche es werden könnten sowie wo die Menschen leben sollen, die hier arbeiten.

Deshalb stehe ich Seite an Seite mit der Bürgerinitiative und vielen Engagierten, die vor Ort gegen die Planungen kämpfen. Vor kurzem war ich zum Beispiel mit Martin Häusling aus dem europäischen Parlament vor Ort um noch mehr Öffentlichkeit für das Thema zu erreichen.

Das Land Hessen hat schon vor Jahren eine verbindliche Zusage an die Gemeinde erteilt, die Fläche zu übertragen. Damals waren wir Grüne nicht Teil der Landesregierung. Eine formale Abstimmung gab es in diesem Jahr – Wir Grüne haben zugestimmt. Das war kein schönes Symbol. Durch die Abstimmung hat sie die Sachlage aber nicht verändert: Die einzige Ebene, die das Logistikgebiet noch verhindern kann ist das Gemeindeparlament von Neu-Eichenberg. Hier haben SPD und CDU die Mehrheit. Ich hoffe sehr, dass sich unser unermüdlicher Kampf lohnt und bin überzeugt davon, auf der richtigen Seite zu stehen.

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