100 Jahre Tag der Arbeit: Hessen nimmt sich Herausforderungen am Arbeitsmarkt an

Der 01. Mai wurde als Tag der Arbeit zum ersten Mal im Jahr 1919 von der Weimarer Nationalversammlung zum gesetzlichen Feiertag ernannt. Aus Sicht der GRÜNEN im Landtag gibt es 100 Jahre später noch eine Menge zu tun. Hessen nimmt sich dabei engagiert den großen arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen an.

„Jedes Jahr erinnert uns der 01. Mai daran, dass die Rechte von Arbeitnehmer*innen sowie Arbeitsschutzstandards keine Selbstverständlichkeit sind, sondern hart erkämpft wurden. Und für die Errungenschaften von Morgen müssen wir bereits heute auf die Straße gehen“, erklärt Felix Martin, Sprecher der GRÜNEN Fraktion für Arbeitsmarkt und Ausbildung.

„Im Jahr 1933 hat die NS-Regierung den 01. Mai zwar wieder zum gesetzlichen Feiertag erklärt, im selben Atemzug aber auch die Gewerkschaften gleichgeschaltet und deren finanzielle Mittel beschlagnahmt. Heute muss uns das ein Appell für die Unabhängigkeit und Freiheit von Gewerkschaften und engagierten Arbeitnehmer*innen sein. Wir richten auch deshalb unsere solidarischen Grüße an die vielen Kundgebungen und Sparziergänge, die zum 01. Mai in ganz Hessen stattfinden.“

„Auch arbeitsmarktpolitisch haben wir in dieser Legislaturperiode eine Menge vor“, so Martin weiter. „Mit der Einführung der Azubi-Card, die Auszubildenden zahlreiche Vergünstigungen ermöglicht, haben wir bereits eine Maßnahme zur Steigerung der Attraktivität der Berufsausbildung in den ersten 100 Tagen umgesetzt. Weiterhin wollen wir uns insbesondere in allen gesundheitlichen Ausbildungsberufen für eine Kostenfreiheit der Ausbildung sowie Zahlung einer Ausbildungsvergütung einsetzen. Reformieren wollen wir auch die Ausbildung von Erzieher*innen. Neben Zahlung einer Ausbildungsvergütung soll diese gestrafft und in das Modell der dualen Berufsausbildung überführt werden. Unser besonderes Augenmerk gilt insbesondere denen, die es auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer haben. Außerdem haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, zeitnah 100.000 neue Fachkräfte für Hessen zu gewinnen.“

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld